Mark Wahlberg befürwortet vorsichtigen KI-Einsatz im Film und kann sich ein digitales Double vorstellen
Mark Wahlberg sagte, er könnte KI nutzen, um Stadionszenen in seinem Pete-Rose-Biopic aufzuwerten, und würde ein KI-Abbild seiner selbst in Betracht ziehen, das sein Werk nach ihm fortführt.

Schauspieler Mark Wahlberg nutzte einen Auftritt auf der TechCrunch-Disrupt-Konferenz im Oktober 2026, um zu argumentieren, dass künstliche Intelligenz im Filmemachen einen legitimen Platz hat, sofern sie richtig eingesetzt wird. Wahlberg, der auch als Regisseur, Unternehmer und Business Angel arbeitet, sprach in einer Phase, in der Hollywood bei dieser Technologie gespalten bleibt.
Er sagte, das Produktionsteam seines kommenden Pete-Rose-Biopics, in dem er die Baseball-Legende spielt, diskutiere den Einsatz von KI-Werkzeugen, um Teile des Films zu verbessern. Das Projekt sei ziemlich teuer, und als Bereich, in dem die Technik helfen könnte, nannte er die Stadionkulisse.
Werkzeuge, keine Ersatzspieler
Wahlberg zog eine klare Grenze, wenn es darum geht, kreative Arbeit an Software abzugeben. Er unterstütze es nicht, eine Idee in ChatGPT einzugeben, das daraus entstehende Drehbuch zu verfilmen und echte Schauspieler außen vor zu lassen. "Wenn man es nutzen kann, um das, was man tut, zu verbessern, bin ich voll dafür", sagte er.
Außerdem betonte er, dass das Erzählen von Geschichten im Zentrum des Kinos bleiben sollte. Mit Blick auf die Zeit von Jurassic Park und Perfect Storm, als computergenerierte Bilder noch bahnbrechend wirkten, sagte er, solche Momente seien heute kaum noch nachzubilden. Ihm seien inzwischen starke Geschichten wichtiger als effektlastiges Spektakel.
Ein Abbild für kommende Generationen
Auf die Frage, ob er das CAA Vault besucht habe, eine Einrichtung der Creative Artists Agency, in der Darsteller Körper, Gesichter, Bewegungen und Stimmen einscannen lassen können, um KI-Repliken zu erstellen, sagte Wahlberg, er sei dort nicht gewesen, wäre aber offen dafür. Ihm gefalle die Vorstellung, dass seine Kinder oder Enkel eines Tages sein Abbild und Image verwalten könnten.
Noch weiter ging er mit der Aussage, er hätte nichts dagegen, wenn seine kommende Animationsserie "Ted" jahrzehntelang mit einer KI-Version von ihm weitergeführt würde, sobald er selbst nicht mehr mitwirken könne oder gestorben sei. Wenn das Publikum es wolle, solle es sehen können, was es sehen möchte.
Die Äußerungen fügen einer ungeklärten Debatte in der Unterhaltungsbranche eine prominente Stimme hinzu. Es geht darum, wer die digitalen Doppelgänger von Darstellern kontrolliert und wie weit KI in die Produktion vordringen darf. Studios, Agenturen und Schauspieler ringen noch um diese Grenzen, und Unterstützung durch große Stars könnte beeinflussen, wo sie letztlich gezogen werden.
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