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Disney übernimmt die meisten Mitarbeiter des insolventen Character.AI

Disney hat zugesagt, mindestens 60 Beschäftigten des Chatbot-Startups Character.AI Stellen anzubieten. Das Unternehmen hatte im Oktober 2026 Insolvenz angemeldet, wie aus einem Gerichtsdokument hervorgeht.

AIHere-Nachrichtenredaktion· 1 Min. Lesezeit🇺🇸 Vereinigte Staaten
Flache Illustration von Arbeitern, die Kartons aus dem geschlossenen Büro eines Chatbot-Startups zu einem großen Gebäude eines Unterhaltungskonzerns tragen.
Foto: Coolcaesar / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Disney wird voraussichtlich den größten Teil der Belegschaft von Character.AI übernehmen, nachdem das Chatbot-Startup im Oktober 2026 Insolvenz angemeldet hat. Laut einem Gerichtsdokument hat der Unterhaltungskonzern zugesagt, mindestens 60 Beschäftigten von Character.AI ein Arbeitsangebot zu machen. Das entspricht mehr als der Hälfte der Belegschaft des Startups.

Die geschätzte jährliche Vergütung für diese Neueinstellungen beläuft sich laut den Unterlagen auf rund 60 Millionen Dollar. Außerdem heißt es in dem Dokument, dass die "überwiegende Mehrheit" der Mitarbeiter, die ein Angebot von Disney erhalten haben, es angenommen hat.

Ein Deal, der noch überboten werden könnte

Character.AI hatte zuvor offengelegt, dass Disney zugesagt hat, einige seiner Vermögenswerte für 20 Millionen Dollar zu kaufen. Das Angebot von Disney ist als sogenanntes Stalking-Horse-Gebot strukturiert. Es legt im Insolvenzverfahren einen Mindestpreis fest, und ein anderes Unternehmen könnte trotzdem mit einem höheren Gebot einsteigen.

Die beiden Unternehmen waren bereits eng verbunden. Karandeep Anand, der frühere Geschäftsführer von Character.AI, ist kürzlich als erster Chief Technology Officer zu Disney gewechselt.

Kosten, Klagen und Aufsichtsbehörden

In dem Dokument erklärt Character.AI, dass das Unternehmen trotz einer großen und engagierten Nutzerbasis durch hohe Kosten belastet war, ebenso durch mögliche Verbindlichkeiten aus Rechtsstreitigkeiten und aus seinem Umgang mit Aufsichtsbehörden.

Gegen das Startup hat die Mutter eines 14-jährigen Jungen Klage eingereicht. Sie wirft dem Unternehmen vor, ihr Sohn sei einem seiner Chatbots verfallen gewesen, bevor er sich das Leben nahm. Character.AI ist zudem Gegenstand staatlicher Ermittlungen wegen Bedenken zum Kinderschutz.

Der Fall zeigt, wie teuer der Betrieb von Verbraucher-Chatbots im großen Maßstab ist und wie rechtliche und sicherheitsbezogene Prüfungen den Druck auf kleinere Anbieter zusätzlich verstärken können. Für Disney bringt die Vereinbarung ein erfahrenes KI-Team mit, während der Konzern seine technologische Führungsebene ausbaut.

#Character.AI#Disney#Insolvenz#Chatbots#KI-Talente#Kinderschutz

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