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Anthropic stellt 5 Prozent seiner Aktien für neuen Gemeinwohlfonds bereit

Anthropic, der Entwickler von Claude, richtet einen unternehmenseigenen Gemeinwohlfonds ein, der mit 5 Prozent seiner Aktien ausgestattet wird, um Projekte für das Gemeinwohl zu unterstützen.

AIHere-Nachrichtenredaktion· 2 Min. Lesezeit🇺🇸 Vereinigte Staaten
Illustration eines Tortendiagramm-Segments, das von einem Firmengebäude zu einer vielfältigen Gemeinschaftslandschaft fließt.
Foto: TechCrunch / Wikimedia Commons, CC BY 2.0

Anthropic gab am 18. Oktober 2026 bekannt, dass das Unternehmen einen "Gemeinwohlfonds" gründet, um Projekte zu finanzieren, die der Gesellschaft dienen sollen. Der KI-Konzern, vor allem bekannt für seine Claude-Modelle, will dafür 5 Prozent seiner Aktien einbringen. Statt einer unabhängigen Stiftung wird der Fonds als Einheit geführt, die vollständig im Besitz von Anthropic ist.

Die Zusage könnte im Laufe der Zeit wachsen. Anthropic erklärte, es könne jedes Mal weitere 2 Prozent seiner Aktien hinzufügen, wenn der Unternehmenswert um 50 Prozent steigt. Damit wäre die Größe des Fonds an das eigene Wachstum des Unternehmens gekoppelt. Das Unternehmen argumentiert, die Konstruktion verschaffe ihm mehr Spielraum und mehr Ressourcen für gesellschaftlich wirksame Arbeit.

Wofür das Geld eingesetzt werden könnte

Anthropic skizzierte nur grob, wofür die Mittel genutzt werden könnten. Als Beispiele nannte das Unternehmen unter anderem großzügige Zuwendungen an etablierte gemeinnützige Organisationen sowie direkte Zahlungen an bestimmte Personengruppen. Konkrete Projekte, Budgets oder Zeitpläne wurden bislang nicht veröffentlicht.

Ein wahrscheinlicher Schwerpunkt ist die Wirkung von KI auf die Beschäftigung. Anthropic verwies darauf, dass bereits 200 Millionen US-Dollar zurückgelegt wurden, um zu untersuchen, wie die Technik den Arbeitsmarkt verändern könnte. Das Tempo der KI-Entwicklung könne ehrgeizigere Antworten erfordern, und der Fonds sei so angelegt, dass er flexibel genug ist, solche Aufgaben anzugehen.

Eine Reaktion auf schwindendes Vertrauen

Der Schritt erfolgt, während die öffentliche Haltung gegenüber der KI-Branche zunehmend negativ wird. Unternehmenschef Dario Amodei bezeichnete die Lage als "im Kern eine Vertrauenskrise". Der Fonds lässt sich als Versuch Anthropics lesen, mit greifbaren Zusagen darauf zu reagieren.

Eine zentrale Frage bleibt offen: Wer entscheidet, welche Anliegen Unterstützung erhalten. Anthropic kündigte an, in den kommenden Monaten mehr Details zu Struktur und Steuerung des Fonds zu veröffentlichen. Da der Fonds innerhalb des Unternehmens angesiedelt ist, dürften seine Unabhängigkeit und Rechenschaftspflicht genau geprüft werden.

Anthropic wurde als Public Benefit Corporation gegründet, einer Rechtsform, die das Unternehmen verpflichtet, den gesellschaftlichen Nutzen neben dem Gewinn zu berücksichtigen. Der neue Fonds fügt dieser Mission einen auf Anteilen beruhenden Mechanismus hinzu, doch seine tatsächliche Wirkung wird sich erst zeigen, wenn die Regeln zur Steuerung festgelegt sind.

#Anthropic#KI-Branche#Philanthropie#Jobs#Dario Amodei

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