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Nebius schließt Rechenkapazitäts-Verträge mit frühen KI-Startups in Großbritannien

Der Amsterdamer KI-Infrastrukturanbieter Nebius erklärt, Vereinbarungen mit mehreren jungen britischen KI-Laboren geschlossen zu haben, und unterstützt den Plan der Regierung, Wettbewerbsverbote zu lockern.

AIHere-Nachrichtenredaktion· 2 Min. Lesezeit🇬🇧 Vereinigtes Königreich
Flache Illustration, die ein mit GPU-Servern gefülltes Rechenzentrum mit der Skyline von London kombiniert.
Foto: BalticServers.com / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Nebius, das seinen Hauptsitz in Amsterdam hat, teilte am 15. Oktober 2026 mit, dass es Vereinbarungen mit mehreren frühphasigen KI-Laboren in Großbritannien unterzeichnet hat. Der Schritt ist Teil der Bemühungen, das Geschäft mit Rechenleistung und Infrastruktur im Land auszubauen.

Gary Tierney, Nebius-Geschäftsführer für EMEA, wollte die beteiligten Labore nicht nennen. Sie seien entweder noch im Stealth-Modus tätig oder hätten diesen erst kürzlich verlassen. Das Unternehmen plane, in Großbritannien weiter zu wachsen, da sich dort viele Talente konzentrierten.

Mehrere Londoner KI-Startups sind in diesem Jahr aus dem Stealth-Modus getreten, darunter Ineffable Intelligence, gegründet vom ehemaligen DeepMind-Manager David Silver, Inherent, gegründet von Alumni von DeepMind, Microsoft und dem Weißen Haus, sowie Recursive Superintelligence, mitgegründet vom deutschen Informatiker Richard Socher. Es gibt keine Bestätigung, dass einer von ihnen Kunde von Nebius ist. Ineffable Intelligence hat bereits Google Cloud als bevorzugten Cloud-Partner gewählt.

Ein Neocloud-Anbieter setzt auf Großbritannien

Nebius wird häufig als Neocloud bezeichnet. Das Unternehmen baut und betreibt GPU-intensive Rechenzentren und vermietet diese Kapazitäten an KI-Entwickler und Unternehmen. Dazu kommt spezialisierte Software für den Betrieb von KI-Anwendungen. Nebius hat Infrastrukturverträge im Milliardenwert mit Meta und Microsoft abgeschlossen und außerdem Rechenvereinbarungen mit Revolut und Prima Mente unterzeichnet.

Das Unternehmen betreibt vier Rechenzentrumsstandorte in Großbritannien sowie eigene Anlagen in Finnland und Frankreich. Anfang dieses Jahres kündigte Nebius eine Erweiterung in Großbritannien um 1,7 Milliarden Pfund an, mit neuen Standorten und einem größeren Londoner Hub. Dieser ist der wichtigste europäische Standort für Forschung, Entwicklung und Vertrieb.

Auf die öffentliche Kritik an Rechenzentren in Großbritannien angesprochen, sagte Tierney: "Ich glaube nicht, dass das jemals ein Grund für uns wäre, in einer Region nicht zu investieren", und verwies auf die Investitionen des Unternehmens im Land.

Unterstützung für die Reform von Wettbewerbsverboten

Tierney begrüßte außerdem den Plan der britischen Regierung, restriktive Wettbewerbsverbote in Arbeitsverträgen zu lockern. Die Regeln seien für Nebius zwar kein direktes Problem gewesen, doch sie bremsten den Startup-Markt, den das Unternehmen bediene, so seine Argumentation. Er verwies auf das schnellere Wachstum von Startups in den USA, wo solche Klauseln nicht existieren. Ihre Abschaffung würde seiner Einschätzung nach dazu führen, dass in Großbritannien deutlich mehr Labore und Entwickler von Spitzenmodellen entstehen.

Die Aussagen zeigen, wie Infrastrukturanbieter darum konkurrieren, junge KI-Labore frühzeitig an sich zu binden. Die Nachfrage nach Rechenleistung steigt weiter, und Großbritannien positioniert sich als Standort für die Entwicklung von Spitzen-KI.

#Nebius#KI-Infrastruktur#Vereinigtes Königreich#Rechenzentren#Startups#Wettbewerbsverbote

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