DeepSeek erstattet Nutzern Kosten nach fast fünfstündigem weltweitem Ausfall
Das chinesische KI-Startup DeepSeek hat sich für einen fast fünfstündigen Ausfall am 15. Oktober 2026 entschuldigt und erstattet die Nutzung vom 8. bis 14. Oktober in Form von Guthaben.
DeepSeek, das in Hangzhou ansässige Startup für künstliche Intelligenz, hat sich am Donnerstag, dem 15. Oktober 2026, bei seinen Nutzern entschuldigt, nachdem seine Dienste knapp fünf Stunden lang ausgefallen waren. Das Unternehmen kündigte an, die Betroffenen zu entschädigen. Der Vorfall reiht sich in eine Serie größerer Störungen ein, die die Firma bereits erlebt hat.
Laut einer Mitteilung auf der API-Plattform (Application Programming Interface) von DeepSeek erhalten die Nutzer den vollen Betrag für alles zurück, was sie zwischen dem 8. und dem 14. Oktober verbraucht haben. Das Geld wird nicht bar erstattet, sondern als Guthaben auf der Plattform gutgeschrieben.
Chatbot und API gleichermaßen offline
Die Störung begann am Donnerstagvormittag und legte sowohl den gleichnamigen Chatbot des Unternehmens als auch die API-Dienste für die Modelle V4 Pro und V4.1 Flash lahm. Nutzer weltweit waren betroffen. Gegen etwa 13 Uhr, rund vier Stunden und 50 Minuten später, lief der Service wieder.
Während die Systeme ausgefallen waren, veröffentlichten einige Nutzer in sozialen Netzwerken Screenshots der Fehlermeldungen, die sie beim Versuch, DeepSeek zu erreichen, erhielten. Am häufigsten war eine Meldung, dass der Server vorübergehend nicht verfügbar sei.
Ein Test für die Zuverlässigkeit
DeepSeek gehört inzwischen zu den von der Branche am genauesten beobachteten chinesischen KI-Entwicklern. Bekannt ist das Unternehmen für kostengünstige, offen veröffentlichte Modelle, die mit westlichen Konkurrenten mithalten sollen. Für Entwickler und Unternehmen, die auf der API aufbauen, zählt jedoch die Verfügbarkeit ebenso viel wie Benchmark-Ergebnisse. Ein mehrstündiger Ausfall bedeutet, dass jede Anwendung, die auf die Modelle von DeepSeek setzt, genauso lange gestört ist.
Die Erstattung einer vollen Woche Nutzung für einen Ausfall, der nur wenige Stunden dauerte, ist nach Branchenmaßstäben eine großzügige Geste. Sie scheint darauf abzielen, Kunden nach wiederholten Problemen mit der Zuverlässigkeit an Bord zu halten. Welche Ursache die Störung hatte, hat das Unternehmen öffentlich nicht im Detail erläutert.
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