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Howard Marks: Für eine KI-Blase an der Börse ist es noch zu früh

Oaktree-Mitgründer Howard Marks hält eine KI-getriebene Marktblase für noch nicht erwiesen und sieht die verbreiteten Blasen-Warnungen als Zeichen investorischer Vorsicht.

AIHere-Nachrichtenredaktion· 1 Min. Lesezeit🇺🇸 Vereinigte Staaten
Flache Illustration eines Investors, der eine durchscheinende Blase betrachtet, die über steigenden Börsenkurven schwebt.
Foto: kellywritershouse / Wikimedia Commons, CC BY 2.0

Howard Marks, Mitgründer von Oaktree Capital Management, hält die Befürchtung, Investitionen in künstliche Intelligenz hätten eine Börsenblase aufgebläht, für verfrüht. In Äußerungen vom 19. Oktober 2026 erklärte Marks, dass eine solche Blase bisher nicht nachgewiesen sei.

Seine Aussagen fallen in eine Zeit, in der die Warnungen vor überhöhten Bewertungen lauter werden. Milliardäre wie Ray Dalio und Michael Novogratz gehören zu denjenigen, die auf überteuerte Kurse hingewiesen haben.

Gemischte Signale aus den Daten

Einige Indikatoren deuten darauf hin, dass sich der heutige Markt von der Dotcom-Blase des Jahres 2000 unterscheidet. Die erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnisse für den S&P 500 und den Nasdaq 100 sind in diesem Jahr gesunken, begünstigt durch Erwartungen an kräftiges Gewinnwachstum.

Andere Faktoren schüren die Sorge. Dazu zählen hohe Kreditaufnahmen, Vereinbarungen, in denen Unternehmen die KI-Ausgaben des jeweils anderen mitfinanzieren, sowie die Konzentration der Marktgewinne auf eine Handvoll großer Technologiekonzerne. Nvidia, Apple und Microsoft kommen zusammen auf rund 21 Prozent des S&P 500.

Auch das Shiller-KGV, das Aktienkurse mit den inflationsbereinigten Gewinnen des vorangegangenen Jahrzehnts vergleicht, liegt auf einem erhöhten Niveau. Mit etwa 41 nähert es sich dem Höchststand von 44, der 1999 erreicht wurde.

Worauf Marks achtet

Marks nennt als Kennzeichen einer Blase extremen Optimismus, leichtsinnige Risikobereitschaft und die Neigung von Anlegern, Gefahren zu ignorieren. Dass über Blasen inzwischen so häufig gesprochen wird, zeigt aus seiner Sicht, dass sich die Marktteilnehmer der Risiken bewusst sind.

Er sagte, wenn genügend Investoren eine mögliche Blase vorsichtig diskutierten, könne eine tatsächlich entstehende Blase womöglich eingedämmter bleiben. Für alle, die den KI-getriebenen Kursanstieg hinterfragen, bietet sein Argument sowohl einen Vorbehalt als auch eine gewisse Beruhigung.

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