MiniMax bringt M3.1 Flash auf den Markt: 428-Milliarden-MoE-Modell für KI-Agenten
Der chinesische Entwickler MiniMax hat M3.1 Flash am 19. Oktober 2026 veröffentlicht, ein Mixture-of-Experts-Modell mit einem Kontextfenster von 1 Million Token, das für 0,15 US-Dollar pro einer Million Eingabe-Token angeboten wird.
Der chinesische KI-Entwickler MiniMax hat sein neues Sprachmodell M3.1 Flash am 19. Oktober 2026 verfügbar gemacht. Das auf einem Mixture-of-Experts-(MoE-)Design basierende Modell verfügt insgesamt über 428 Milliarden Parameter und ist für agentische Arbeitslasten konzipiert.
Laut den veröffentlichten Angaben aktiviert M3.1 Flash bei jedem Schritt rund 23 Milliarden dieser Parameter. Zudem unterstützt es ein Kontextfenster von 1 Million Token, das ausreicht, um lange Dokumente, große Codebasen oder umfangreiche mehrstufige Aufgabenverläufe in einem Durchgang zu verarbeiten.
Preise und offene Gewichte
MiniMax verlangt über seine API 0,15 US-Dollar pro einer Million Eingabe-Token und 0,60 US-Dollar pro einer Million Ausgabe-Token. Das Unternehmen erklärte, die Gewichte des Modells sollen am 23. Oktober 2026 veröffentlicht werden. Die Lizenz, unter der sie freigegeben werden, war in den verfügbaren Informationen nicht angegeben.
Ein MoE-Modell ist in viele spezialisierte Teilnetze aufgeteilt, von denen für jede Eingabe nur ein Bruchteil aktiv ist. Ziel ist es, die Wissenskapazität eines sehr großen Modells zu erhalten und zugleich Rechenkosten und Latenz der Inferenz näher an die eines deutlich kleineren Modells zu bringen, was zum niedrigen Preis passt, den MiniMax angesetzt hat.
Warum das wichtig ist
Agentische Systeme rufen Werkzeuge auf, schreiben Code und erledigen mehrstufige Aufgaben im Auftrag von Nutzern, und dabei verbrauchen sie oft große Mengen an Token. Deshalb ist der Preis pro Token für Entwickler, die auf solchen Modellen aufbauen, ein entscheidender Faktor.
Das in Shanghai ansässige MiniMax gehört zu mehreren chinesischen Unternehmen, die sowohl mit Sprach- als auch mit Videogenerierungsmodellen für Aufsehen sorgen. Große Modelle chinesischer Labore mit offen veröffentlichten Gewichten sind zu einer spürbaren Quelle von Preisdruck auf dem globalen Markt geworden.
Benchmark-Ergebnisse und Vergleiche mit konkurrierenden Modellen waren in den verfügbaren Informationen nicht enthalten. Unabhängige Tests nach der Veröffentlichung der Gewichte dürften ein klareres Bild davon liefern, wie das Modell in der Praxis abschneidet.
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