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GridCraft und WordCraft: Open-Source-Konkurrenten zu Microsoft Office, mit KI gebaut

GridCraft, DeckCraft und WordCraft sind kostenlose Open-Source-Alternativen zu Excel, PowerPoint und Word. Ein einzelner Entwickler hat sie mithilfe von KI-Agenten erstellt, jetzt sind sie auf GitHub verfügbar.

AIHere-Nachrichtenredaktion· 2 Min. Lesezeit

Drei Open-Source-Anwendungen, die als kostenlose Alternativen zu den Kernprogrammen von Microsoft Office angeboten werden, wurden auf GitHub veröffentlicht. GridCraft zielt auf Excel, DeckCraft auf PowerPoint und WordCraft auf Word ab. Berichten zufolge wurden sie mithilfe des Modells Claude Opus 5.5 von Anthropic geschrieben. Das Projekt sorgte am 18. Oktober 2026 in türkischen Tech-Medien für große Aufmerksamkeit.

Die Office-Klone folgen auf einen früheren Versuch, der sich an Adobes Creative Cloud richtete. Berichten zufolge wurden kostenlose Open-Source-Pendants zu sieben Adobe-Anwendungen entwickelt, darunter Photoshop, Illustrator und Premiere Pro. Statt eines großen Entwicklerteams wird die Arbeit einem einzelnen Entwickler zugeschrieben, der mehrere KI-Agenten parallel einsetzt.

So wird die Software verteilt

GridCraft kann für Windows, macOS und Linux über die Release-Seite des Repositorys storytold/gridcraft auf GitHub heruntergeladen werden. Windows-Nutzer können zwischen einem MSI-Installer und einer portablen Version wählen, die ohne Installation läuft. Das Tabellenkalkulationsprogramm soll XLSX-Dateien verarbeiten können. Alle Anwendungen sind auf einer Seite namens Artcraft Launcher gesammelt.

Nutzer sollten Downloads anhand der veröffentlichten SHA-256-Prüfsummen überprüfen, um gefälschte Seiten zu vermeiden. Gefälschte Kopien beliebter Software sind ein verbreiteter Weg, Schadsoftware zu verbreiten, weshalb diese Prüfung mehr als eine Formalität ist.

Offene Fragen

Einige Aussagen rund um das Projekt sind nicht unabhängig überprüft. Unklar ist, wer die für die Apps angegebene Kompatibilität von 86 Prozent gemessen hat und wie dies geschah. Der vom Entwickler beschriebene Clean-Room-Ansatz, bei dem Funktionen ohne Zugriff auf den Originalcode nachgebaut werden, wirft zudem Fragen zu möglichen rechtlichen Auseinandersetzungen auf.

Ob die Werkzeuge für den Alltags- oder Unternehmenseinsatz bereit sind, ob Open Source sie automatisch sicher macht und wie ein kostenloses Projekt dieser Größe langfristig finanziert werden kann, bleibt ebenfalls abzuwarten.

Dennoch zeigt das Vorhaben eindrucksvoll, wie KI-gestütztes Programmieren das Softwaregeschäft verändern könnte. Wenn komplexe Desktop-Suiten, deren Entwicklung lange als teuer und schwierig galt, von einer einzelnen Person annähernd nachgebaut werden können, könnte der Schutzwall der abonnementbasierten Anbieter schmaler sein als angenommen. Ob diese Klone mit den etablierten Produkten tatsächlich konkurrieren können, wird sich im realen Einsatz und in unabhängigen Tests zeigen.

#KI-Programmierung#Open Source#Microsoft Office#Adobe#KI-Agenten#Claude

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